Abstract von Dr. Eva Höller! Ganzheitliche Aspekte in der Kieferothopädie



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Abstract von Dr. Eva Höller!

Ganzheitliche Aspekte in der Kieferothopädie

Als perfektes ganzheitliches Gerät wird der Bionator betrachtet – allerdings wird die Apparatur in der Praxis nur selten eingesetzt. Der Bionator soll grundsätzlich den Zähnen Freiraum bieten, indem er Lippen und Wangen abhält. Wird das Gerät dann tagsüber getragen und viel damit gesprochen, sind hier sehr gute Erfolge möglich – nur wenige Patienten arbeiten jedoch entsprechend mit.

Die genialen Erkenntnisse von Balters kann man für jede Art der Zahnregulierung nutzen – und mit Applied Kinesiology überprüfen.

Ihr Kieferorthopäde ist umso besser, je unterschiedlicher (individualisierter) seine Zahnspangen sind!

Orthopädie geht vor Orthodontie: Einfachste Myofunktionsübungen und Abstellen verformender Unsitten empfehlen wir schon bei Kleinkindern. Bei selbst verstärkenden Fehlstellungen muss man diese möglichst früh korrigieren, etwa einen frontalen Kreuzbiss schon im Milchgebiss überstellen, dann kann  eine Therapiepause folgen. Über die Wachstumsperiode sollen die Kieferbasen korrigiert werden, grössere Diskrepanzen sind später nur chirurgisch zu beheben. Wachstumsadaptation erzielt man am besten mit abnehmbaren, Aktivator - ähnlichen Geräten.

Sie wirken durch Änderung des Muskelmusters und leichtem Zug am Periost. Den stärksten Effekt haben kleine, nachaktivierbare Lageveränderungen (Beispiel: Funktionsregler nach Fränkel) und möglichst elastische Kräfte (Elastisch offener Aktivator). Starke, starre Kräfte bewirken Blockaden sowohl im Knochen als auch im Kraniosakralsystem.

Asymmetrien beim Konstruktionsbiss können Skoliosen erzeugen.

Viele Geräte lassen zu wenig Platz für die Zunge, z.B. Doppelplatten. Die Zunge muss dann ausweichen, das physiologische Gleichgewicht zwischen Wangen und Zunge wird gestört. Wird das Gerät toleriert, entwickeln sich myofunktionelle Störungen, die später zu neuerlicher Fehlstellung führen. Physiologisches Schlucken und spannungsfreier Lippenschluss ermöglichen stabile Ergebnisse. Praxisgerechte Geräte sind der Elastisch offene Aktivator und adaptierte Kybernetor – Varianten ( mit vielen kleinen Federn, Pelotten..).

Nach Wachstumsabschluss benötigen wir Geräte, die leichten, andauernden Druck ausüben. Theoretisch könnte man auch mit funktionskieferorthopädischen Geräten arbeiten, sie müssten allerdings immer außer beim Essen und Putzen getragen werden – was sich meist als unmöglich herausstellt.

Sinnvoll sind hier Crozatgeräte aus dünnen, hochelastischen Drähten und Multibandapparaturen mit Nickel-Titan-Drähten und eventuell friktionslosen Halteelementen.

 

Je starrer die Apparate (z.B. dicke, kantige Stahvarianten) und je länger die Dauer, umso größer ist die Gefahr einer Schädigung des Parodonts, des Kiefergelenks und des Kraniosakralsystems. Superelastische Drähte und Bänder gibt es nicht nickelfrei. Nickel ist unser häufigstes Materialproblem in der Kieferorthopädie, da eine Kreuzreaktion mit Milchunverträglichkeit besteht. Im Sinne einer effektiven Regulierung müssen wir hier mit orthomolekularen oder homöopathischen Substanzen die Toleranz erhöhen – für ca. ein halbes Jahr ist dies ohne Langzeitschädigung des Immunsystems möglich.



Bei allen Apparaturen kann man nötige Innenbögen nach den Erkenntnissen von Balters gestalten, sowie mit Pelotten und Wangenschilden arbeiten. Myofunktionelle Übungen oder Gymnastik zur Förderung des Lymphabflusses sind ebenfalls immer sinnvoll.

Testmöglichkeiten:

Materialtest (möglichst vor Anfertigung der Regulierung):

Drahtringe, Brackets, Bänder, Kunststoffkügelchen, Kleber- und Zementproben werden mindestens 1 Minute gelutscht, Test beim Zweitkontakt.

Konstruktionsbiss:

Wachsbisse können mit Indikatormuskel und Beinlängentest überprüft werden, bei Eisatz der Spange tagsüber auch im Stehen testen. Biss zwischendurch kühlen!

Überprüfen abnehmbarer Spangen ( z.B.wenn die Spangen nicht im Mund bleiben..)



  1. Berühren mit Lippen/Zunge: AK-Test zeigt Materialprobleme auf.

  2. Festklemmen am OK, dann UK: zu starke Spannung innerhalb eines Kiefers

  3. Biss in die Spange: Fehler bei der Bissnahme

  4. Schlucken mit Spange: Myofunktionsstörung

  5. Tief Ein/Ausatmen: Craniosakralsystem

Überprüfen freier Atemwege: 10 Kniebeugen mit der Spange im geschlossenen Mund

                              Andernfalls Therapie chronischer Infekte oder Allergien

Kinder lieben als Testmuskel den M. deltoideus und den M. rectus. Leider sind rund 50 % unserer jungen Patienten Allergiker und/oder Asthmatiker. Gut geeignet sind dann meist der PMC oder der M. piriformis.

Bei Crozatgeräten und fixen Apparaturen kann man auf zu starke intraossäre Spannung testen (außer manualtherapeutisch kann man hier auch homöopathisch viel erreichen) und sollte immer wieder Schädelfehler suchen und therapieren. Schlucken und Lippenschluss auch bei diesen Geräten kontrollieren!

Bei allen Spangen ist zu beachten, dass in sehr aktiven Phasen kurzfristiger Stress unvermeidbar ist, etwa beim Überstellen eines Kreuzbisses. Eine solche Phase darf 3-6 Wochen dauern. Manchmal kommt es dabei auch zu kurzfristigen Kiefergelenksproblemen. Diese sind reversibel und müssen daher toleriert werden.

 

Testen der Auswirkung der Spangen auf die Körperhaltung und eventuell auf die Psyche ist eine einzigartige Chance kinesiologischer Methoden – wir sollten diese möglichst oft nutzen.


Holistic Aspects in Orthodontics


Bionator is regarded as perfect holistic appliance – but rarely really used. It is ment to give room to teeth by holding back lips and cheeks. If used during daytime while speaking good results are possible, but compliance is seldom.

The ingenius insights of Balters can be adapted for any kind of orthodontic treatment – and  controlled with Applied Kinesiology.

Your orthodontist is as good the more different (individualised) his appliances are.

Orthopedics goes before orthodontics: We recommend stopping deforming habits and simple myofunctional exercises already for small children. Self increasing malocclusions have to be corrected as soon as possible, for instance frontal crossbite even in deciduos dentition, then a therapy break may follow. During growth period we should correct osseous bases – severe discrepances can later only be changed surgically. Adaptation of growth can be achieved best with removeable, activator-like appliances. They change muscle pattern and cause a soft traction on periost. Strongest effect have small, increasable changes in jaw position ( like with Fränkel appliances) and forces as elastic as possible ( elastic open activator). Strong, rigid forces cause blockades in the bone and in craniosacral system. Asymmetric construction bites can lead to scoliosis.

Many appliances are too big and let too little space for the tongue, like double plates. The equilibrium between cheeks and tongue gets lost, the tongue thrusts forward. If the appliance is tolerated, patients develop myofunctional disorders, later ending in malocclusion again. We need  physiological swallowing and stressless lip closure for stabile results.

Potent appliances for the office are elastic open activator and individualised kybernetors (with many small wire loops, pelots…).

After growth has finished we need appliances with low continuous forces. Theoretically we could use functional appliances, but they must be worn all day except eating and cleaning the teeth – mostly impossible for our clients.

Reasonable  are Crozat appliances made of thin, highly elastic wires or braces with superelastic nickel-titan wires, eventually frictionless techniques.

The more rigid the appliances (like thick, edgewise stainless steel) and the longer correction time, the more dangerous is treatment for periodont, TMJ and craniosacral system. Superelastic wires and molar bands are not available nickel-free. Nickel intolerance is the most frequent material problem, because we watch a cross reaction with milk and/or lactose. To achieve an efficient correction we have to improve tolerance with orthomolecular or homeopathic treatment – for  about half a year this is possible without lasting damage for immune system.

In all appliances we can form required lingual arches like Balters recommended, and we can add pelots and buccal shields. Myofunctioal exercises and gymnastics to improve lymphatic drain are always indicated.

Possibilities for testing:

 Material testing (best before starting):

Wire rings, braces and bands, small balls of cement or bonding resins are put in the mouth for at leat one minute, then tested during second contact.

Construction bite:

Wax bites can be tested with indicator muscle and leg length. If the appliance is ment for day time use, it should be tested during upright standing. The wax bite has to be cooled between the tests.

Testing of removeable appliances (e.g.if appliances do not remain in the mouth…)



  1. Touch with lips/tongue to show material problems with AK

  2. Fix on either jaw to discover strain within the bone

  3. Forced bite into the appliance to demonstrate bite failures

  4. Swallowing with appliance shows myofunctional disturbance

  5. deep breathing can indicate negative effects on craniosacral system

Test of breathing: knee bendings 10 times with appliance in closed mouth

                             If impossible: therapy of chronical infection or allergy

Children love M. deltoideus or M. rectus. Unfortunately approximately 50% of our young clients suffer from allergies and/or asthma. We can use PMC or M. piriformis in these cases.

Crozats or braces can be tested for intraosseous strain (conscutively treated by manual therapy or homeopathic remedies) and repeatedly for cranial faults. We should always control swallowing and lip closure.



All appliances cannot avoid stress in very effective periods of treatment, for instance during the jumping of cross bites. For 3-6 weeks we have to accept this. Eventually we see TMJ problems for short time. Tey are reversible and have to be tolerated.

Testing the effect of an appliance on posture and possibly psychic status  is a unique chance for kinesiologic methods – we should use it as much as possible


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